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Gewinner & Verlierer im KI-Zeitalter: Wer überlebt den Wandel im Web?

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24.07.2026
Gewinner & Verlierer im KI-Zeitalter

Gewinner & Verlierer im KI-Zeitalter: Wer überlebt den Wandel im Web?

Die Art und Weise, wie Menschen Informationen im Internet suchen, verändert sich rasant. Plattformen wie ChatGPT, Perplexity, Google Overviews und autonome KI-Agenten liefern Antworten immer öfter direkt in der Suchmaske. Was früher die Ausnahme war, wird immer mehr zur Normalität. Die sogenannte Zero-Click-Search, bei der Nutzer eine Antwort erhalten, ohne jemals eine klassische Website zu besuchen.

Für Webseitenbetreiber stellt sich dadurch eine existenzielle Frage. Wenn Antworten sofort von Systemen der künstlichen Intelligenz geliefert werden, wozu braucht es dann überhaupt noch die eigene Website? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich eine differenziertere Betrachtung. Denn während einige Geschäftsmodelle vor dem Aus stehen, könnten andere zum Gewinner des KI-Zeitalters werden.

Die Verlierer: Das Ende der reinen Informationslieferanten

Nicht jede Website wird diesen Umbruch überstehen. Besonders hart trifft es all jene Geschäftsmodelle, die bisher rein vom Abgreifen von Suchvolumen gelebt haben. Seiten, die primär austauschbare SEO-Texte oder KI-generierte Allgemeininhalte publizieren, verlieren vermutlich ihre Daseinsberechtigung. Fragen wie „Was ist ein Bausparvertrag?“ beantworten KI-Systeme in Sekundenschnelle, präziser und ohne störende Bannerwerbung.

Genau das wird für klassisch werbefinanzierte Informationsportale zum Problem. Wenn die Besucherströme ausbleiben, brechen die Display- und AdSense-Einnahmen ein, wodurch die Produktion neuer Inhalte schlicht unrentabel wird. Ähnlich ergeht es manuell gepflegten Nischen-Vergleichsseiten ohne echte Live-Datenanbindung. Wo früher redaktionelle Tabellen ausreichten, übernehmen heute KI-Modelle die eigenständige Recherche und machen solche Portale überflüssig.

Die Gewinner: Warum Qualität und Dateninfrastruktur siegen

Entgegen allen Unkenrufen geht das World Wide Web jedoch nicht unter. Der Traffic verteilt sich lediglich neu. Zu den großen Gewinnern zählen echte Fachexperten und Nischen-Autoritäten. Da KI-Systeme reine Synthese-Maschinen sind, die bestehendes Wissen nur neu zusammensetzen, bleiben Primärquellen unverzichtbar. Wer eigene Marktdaten, wissenschaftliche Erkenntnisse, echte Praxiserfahrungen (First-Hand Experience) und Expertise bietet, wird von den Algorithmen als verlässliche Quelle zitiert und vom Nutzer als Experte gezielt angesteuert.

Gleichzeitig profitieren starke Marken vom geänderten Nutzungsverhalten. Wenn Anwender eine KI gezielt bitten, ein Angebot mit einem bestimmten Markenprodukt zu vergleichen, ist die Markenbekanntheit der entscheidende Türöffner. Im E-Commerce eröffnet diese Entwicklung überraschende Chancen für hochspezialisierte D2C-Anbieter (Direct-to-Consumer). Während Standardware im Preiskampf von KI-Einkaufsagenten aufgerieben wird, können Nischen-Shops mit einzigartigen Produkten genau von diesen Agenten entdeckt werden. Denn KI-Systeme durchsuchen den Markt viel tiefer und objektiver, als es Nutzer über die klassische Google-Suche je getan hätten.

Aber wie sieht es mit Vergleichsportalen wie Check24 oder Verivox aus. Werden ihre Angebote durch die Leistungen der KI ersetzt? Vermutlich nicht, aber ihre Rolle könnte sich ändern. Weg von reinen Konsumenten-Webseiten hin zu unersetzlichen Daten-Lieferanten. Große Vergleichsportale sind keine reinen Informationsseiten, sie besitzen exklusive Schnittstellen zu Versicherungen, Banken und Stromanbietern, Echtzeit-Tarifdaten und oft eigene Sonderkonditionen. Da KI-Systeme für komplexe Vergleiche auf Echtzeit-Schnittstellen (APIs) angewiesen sind, werden die großen Portale zu unverzichtbaren Backend-Partnern der KI-Konzerne.

Die neue Rolle der Unternehmenswebsite

Für klassische B2B- und B2C-Dienstleister verändert sich das Spielfeld grundlegend. Der obere Teil des Vertriebstrichters (Top-of-the-Funnel) schrumpft spürbar, da allgemeine Ratgeber-Themen künftig von der KI abgefangen werden. Das führt zwar zu sinkenden Besucherzahlen, gleichzeitig könnte jedoch die Qualität der verbleibenden Kontakte deutlich hochwertiger sein. Wer künftig noch auf eine Unternehmenswebsite klickt, hat die Grundsatzrecherche bereits hinter sich und besitzt eine deutlich höhere Kaufabsicht.

Bisher decken Webseiten oftmals die gesamte Customer-Journey ab. Dieser Prozess wird sich deutlich abkürzen. Anstatt langatmig zu erklären, was ein Unternehmen anbietet, muss die Website künftig überzeugen, warum man dem Anbieter vertrauen sollte. Echte Fallstudien, authentische Einblicke ins Team, Kundenstimmen und Nachweise von Expertise rücken in den Mittelpunkt.

Strategiewechsel: Von SEO zu Generative Engine Optimization (GEO)

Um im neuen Umfeld zu bestehen, müssen Webseitenbetreiber ihre Strategie anpassen. Der Fokus verschiebt sich von der klassischen Suchmaschinenoptimierung (SEO) hin zur Generative Engine Optimization (GEO).

Das Fundament hierfür ist eine technisch einwandfreie Lesbarkeit für KI-Crawler. Über strukturierten Code und standardisierte Formate (wie Schema.org und JSON-LD) muss den Systemen exakt vermittelt werden, welche Produkte, Leistungen oder Ansprechpartner sich hinter einer Seite verbergen. Inhaltlich gilt es, das sogenannte E-E-A-T-Prinzip (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) konsequent umzusetzen. Reale Autorenprofile, eigene Studien und tiefgreifende Praxisberichte ersetzen allgemeine Ratgebertexte. Online-Shops müssen zudem ihre Produktdaten hochgradig strukturieren und Schnittstellen vorbereiten, um für die Ära des Agentic Commerce, dem autonomen Einkauf durch KI-Agenten, gerüstet zu sein.

Fazit: Qualität schlägt Masse

Das Zeitalter der generativen KI bedeutet das Aus für mittelmäßige Inhalte und reine Klick-Fänger. Für Unternehmen, die auf echte Expertise, starke Markenbildung und saubere technische Grundlagen setzen, bietet dieser Wandel jedoch enorme Potenziale.

Wer seine digitale Präsenz frühzeitig auf die Anforderungen von KI-Suchmaschinen und Sprachmodellen ausrichtet, sichert sich entscheidende Wettbewerbsvorteile. Wir bei piXel relations begleiten Unternehmen dabei, ihre Website zukunftssicher aufzustellen und das Potenzial der neuen Suchlandschaft optimal zu nutzen.

 

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