WordPress absichern: 12 effektive Maßnahmen für mehr Sicherheit
So machst du deine WordPress-Website sicher
1. Wähle ein sicheres Fundament: Das richtige Hosting
Ein sicheres WordPress beginnt mit einem soliden Hosting-Anbieter. Viele Sicherheitsprobleme entstehen nicht durch WordPress selbst, sondern durch schlechte Serverkonfigurationen.
Achte auf:
- Aktuelle Server-Software (PHP, MySQL)
- Firewall und Malware-Scan inklusive
- Tägliche Backups
- Schneller und kompetenter Support
2. Halte dein System aktuell – immer!
Updates sind eine der einfachsten und wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen. Veraltete Plugins oder Themes sind eine der Hauptursachen für Hacks.
Was du aktuell halten solltest:
- WordPress-Core
- Plugins und Themes
- PHP-Version auf dem Server
Tipp: Aktiviere automatische Updates für kleinere Releases.
3. Schütze deinen Login-Bereich effektiv
Der Login-Bereich ist das beliebteste Ziel für Angreifer. Deshalb sollte er besonders gesichert werden.
Empfohlene Maßnahmen:
- Login-Versuche einschränken (z. B. mit "Limit Login Attempts Reloaded")
- 2-Faktor-Authentifizierung aktivieren
- Benutzername „admin“ vermeiden
- Starke Passwörter verwenden
- Zugriff per IP beschränken oder Pfad zum Login ändern
Der Login-Bereich ist das beliebteste Ziel für Angreifer. Deshalb sollte er besonders gesichert werden. Um Login-Versuche effektiv einzuschränken, bieten wir unseren Kunden unser eigenes Plugin "Login Limiter" an, das zuverlässig vor Brute-Force-Angriffen schützt.
4. HTTPS ist Pflicht – sichere deine Verbindung
Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Verbindung zwischen Browser und Server. Das ist nicht nur für Google wichtig, sondern auch für den Datenschutz.
Maßnahmen:
- SSL-Zertifikat aktivieren
- HTTP-Weiterleitung auf HTTPS einrichten
- Mixed Content vermeiden
5. Setze auf Sicherheits-Plugins – aber gezielt
Plugins können viele Sicherheitsfunktionen übernehmen. Aber zu viele Plugins machen das System instabil.
Bewährte Plugins:
- Wordfence Security
- iThemes Security
- Patchstack – WordPress & Plugins Security
- Defender Security – Malware Scanner, Login Security & Firewall
Tipp: Niemals mehrere Sicherheitsplugins parallel mit ähnlichen Funktionen verwenden.
6. Begrenze, was Benutzer im Dashboard dürfen
Je weniger Nutzer im Backend ändern können, desto geringer das Risiko.
Empfehlungen:
- Datei-Editor in WordPress deaktivieren:
define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); - Benutzerrollen gezielt einschränken
- Keine unnötigen Admin-Konten vergeben
7. Sichere deine Konfigurationsdateien
wp-config.php und .htaccess enthalten sensible Informationen. Sie sollten besonders geschützt werden.
Beispiel .htaccess-Schutz:
<files wp-config.php>
order allow,deny
deny from all
</files>
Tipp: Die wp-config.php eine Ebene nach außen verschieben, falls der Server es erlaubt.
Wie du deine wp-config.php verschieben kannst, findest du im folgenden Blog-Beitrag: wp-config.php verschieben: So schützt du deine WordPress-Konfiguration besser
8. Setze auf starke Dateirechte
Falsche Dateiberechtigungen sind ein offenes Scheunentor für Angreifer.
Empfohlene Einstellungen:
- Dateien:
644 - Ordner:
755 - wp-config.php:
600
Am besten per FTP oder Hosting-Panel kontrollieren.
9. Die Datenbank absichern – klein, aber wirksam
Die Datenbank enthält alle Inhalte. Ein paar kleine Maßnahmen machen sie sicherer.
Tipps:
- Datenbank-Präfix von
wp_ändern - Starke Zugangsdaten verwenden
- Remote-Zugriff deaktivieren
10. XML-RPC deaktivieren – nur wenn du’s nicht brauchst
XML-RPC wird von manchen Diensten gebraucht, ist aber ein bekanntes Einfallstor für Brute-Force-Angriffe.
So deaktivierst du es:
- Per Plugin (z. B. "Disable XML-RPC")
- Oder mit folgendem Code in der .htaccess:
<Files xmlrpc.php>
order deny,allow
deny from all
</Files>
11. Hotlinking verhindern – Inhalte vor Missbrauch schützen
Hotlinking stiehlt deine Bandbreite, indem externe Seiten deine Bilder direkt einbinden.
Schutz per .htaccess:
RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^$
RewriteCond %{HTTP_REFERER} !^https?://(www\.)?deineseite\.de [NC]
RewriteRule \.(jpg|jpeg|png|gif)$ - [F]
12. Backup, Backup, Backup!
Wenn alles schiefgeht, hilft nur ein aktuelles Backup. Ohne Backup ist alles verloren.
Empfohlene Backup-Plugins:
- UpdraftPlus
- BackWPup
- Akeeba Backup
Tipp: Mindestens ein Backup extern speichern (Cloud, FTP, E-Mail).
Fazit: Sicherheit ist kein Einmal-Projekt
Sicheres WordPress bedeutet nicht, dass nie etwas passiert. Aber so reduzierst du das Risiko massiv. Bleib wachsam, halte dein System aktuell und setze auf bewährte Tools – so bist du auf der sicheren Seite.
Du bist dir unsicher, ob deine Website ausreichend geschützt ist? Oder brauchst du professionelle Unterstützung beim Thema WordPress-Sicherheit? Dann nimm gerne Kontakt mit uns auf – wir helfen dir weiter.
- Wähle ein sicheres Fundament: Das richtige Hosting
- Halte dein System aktuell – immer!
- Schütze deinen Login-Bereich effektiv
- HTTPS ist Pflicht – sichere deine Verbindung
- Setze auf Sicherheits-Plugins – aber gezielt
- Begrenze, was Benutzer im Dashboard dürfen
- Sichere deine Konfigurationsdateien
- Setze auf starke Dateirechte
- Die Datenbank absichern – klein, aber wirksam
- XML-RPC deaktivieren – nur wenn du’s nicht brauchst
- Hotlinking verhindern – Inhalte vor Missbrauch schützen
- Backup, Backup, Backup!
